Die Gegensätze von heiß und kalt – von anregen und entspannen – faszinieren seit tausenden von Jahren Völker übergreifend. Dieser Ratgeber widmet sich dieser Faszination und möchte Sie persönlich über die Saunawelt und ihre modernen, vielfältigen Möglichkeiten von Gesundheit bis Wellness anschaulich und übersichtlich informieren sowie aktuelle Tipps und Trends weitergeben.
Saunabaden – gesund und entspannend
Die Welt des Saunierens besitzt eine uralte Tradition und ist heute modern wie noch nie. Gesundheit durch Körperreinigung sowie Stärkung der Abwehrkräfte, Wärme für das Wohlbefinden und die Entspannung und noch viele weitere Aspekte und Therapievariationen mehr überzeugen immer noch zahlreiche Saunaneulinge auf der ganzen Welt.
Gesundheit & Stressabbau
Immer mehr Menschen leiden unter Doppelbelastungen und zunehmenden Stress, denen sie im Alltag ausgesetzt sind. Daher liegt Wellness voll im Trend. Die Sauna hat einen hohen Wellnessfaktor und Sie können sich selbst etwas Gutes tun und alle Sorgen des Alltags hinter sich lassen und vollkommen entspannen. Hier haben Hektik und Lärm definitiv nichts zu suchen.
Aber nicht nur dem Stress kann man in einer Sauna entkommen. Denn durch das Schwitzen wird der Mensch sogar noch gesünder. Der Körper wird dadurch gereinigt und stärkt auch die Abwehrkräfte, das Herz und den Kreislauf. Zudem wird der Körper gegen Erkältungen abgehärtet. Durch die Wärme und anschließende Abkühlung können sich auch Verspannungen und Kopfschmerzen lösen. Aber nicht nur aus medizinischen Gründen ist das Saunen hervorragend geeignet.
Fehler vermeiden
Fehler in der Sauna können vermieden werden. Sie schwitzen besser, wenn sie vollkommen abgetrocknet in eine Saunakabine gehen. Während eines akuten Virusinfektes ist ein Saunabesuch nicht zu empfehlen. Der richtige Entgiftungseffekt kommt erst zustande, wenn Sie erst nach dem Saunabad etwas trinken und nicht währenddessen. Auch wenn warme Nachschwitzräume vorhanden sind, sollte das Nachschwitzen unbedingt vermieden werden, da Sie sonst von Infektionen und Kreislaufüberlastungen bedroht sind. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen eine Sauna besuchen, denn die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden sind heutzutage unverzichtbar.
Der Besucher sollte sich in der Sauna möglichst in einer liegenden Position befinden, weil dadurch der ganze Körper einheitlich erwärmt werden kann. Der Saunabesuch sollte etwa zwischen 10 und 15 Minuten liegen, wobei in den letzten zwei Minuten wieder eine Sitzposition eingenommen werden sollte. Nach dem Saunagang ist eine richtige Abkühlung wichtig, denn dadurch wird die Durchblutung am besten gefördert. Beginnen sollte man mit einem kühlen Luftbad, das nicht länger als fünf Minuten dauern sollte. Bei den anschließenden kalten Schlauchgüssen wäre es optimal, mit den Händen und Füßen zu beginnen und sich langsam zur Körpermitte fortzuschreiten. Anschließend wird eine Ausruhphase von 10 bis 15 Minuten empfohlen.
Für ein besseres Hautbild
Der Besuch in einer Sauna hat auch einen Einfluss auf Ihr Hautbild. Die Haut wird frischer und gesünder aussehen und darüber hinaus ist das Wohlbefinden im Allgemeinen auch viel höher. Doch wie kann man sich richtig gesund schwitzen? Mediziner empfehlen, dass Sie sich vor dem Besuch einer Schwitzkabine gründlich mit Seife reinigen, aber danach den Körper nur noch mit Wasser ohne Seife abspülen sollten.
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Sauna-Tradition
Der Begriff „Sauna“ stammt aus der finnischen Sprache und heißt frei übersetzt zu Deutsch „Schwitzbad“. Und wir neigen deshalb dazu, den Finnen die Sauna aufgrund der modernen Begriffsprägung alleinig zuzuschreiben. Allerdings haben die Finnen ihr wohl bekanntestes Kulturgut erst vor ca. zweitausend Jahren auf ihrer Völkerreise von Asien nach Europa mitgebracht.
Jedoch bereits in der Steinzeit haben vor allem Menschen in Asien diese Art der Körperkultur entdeckt und angewandt. Später entdeckten die Eskimos die angenehme Wirkung ebenso wie die Bewohner beider amerikanischer Kontinente. In Europa wurde durch die zumeist slawischen Völker die Saunakultur eingeführt.
Ab dem ersten Viertel des 20. Jhd. n. Chr. wurde in Deutschland unter dem Begriff „Sauna“ stetig neue – vor allem öffentliche – Anlagen eröffnet und betrieben. Heute steht uns eine riesige Auswahl an öffentlichen Saunaanlagen, Hotel- und Schwimmbadanlagen mit Saunaabteilung sowie Privatschwitzstuben zur Verfügung. Dabei soll ca. 35 % der deutschen Bevölkerung regelmäßig eine Sauna besuchen.
Saunaarten
Mittlerweile gibt es diverse Saunaarten:
- Die traditionelle Finnische Sauna – Holzsauna evtl. als Blockhaus im Garten – mit Holz, Steinen und Wasser. Hierzu alternative Aufgüsse in vielfältiger Auswahl: Kräuter, ätherische Öle, Aromen, etc.
- Das relaxende Dampfbad: geringere Wärme – mehr Feuchtigkeit!
- Die Biosauna ist die perfekte Lösung (Mittler) zwischen klassischer Sauna und Dampfbad.
- Die angenehm erholsame Wirkung von Infrarotstrahlen in der Infrarotkabine.
- Kombinationen aus den unterschiedlichen Saunavariationen für rundum perfekten Saunagenuss auch für den ambitionierten Selberbauer zum Sauna Selbstbau.
Finnische Sauna / Holzsauna
Unter der Holzsauna verstehen wir die eigentliche Sauna, auch finnische Sauna genannt. Eine Raum aus Holz (meist aus Fichte oder Tanne), im Haus oder als Blockhaus im Garten, zum Schwitzen bei extrem trockener Luft (etwa 10 % Feuchtigkeit) und Temperaturen von 80°C bis 100°C. Hersteller unterscheiden beim Saunabau nach Elementsauna, einer Holzwandkonstruktion mit innenliegendem Isoliermaterial (preiswerter) und der Massivholzsauna aus Vollholz-Blockbohlen.
Elementsaunateile bestehen aus einer verleimt-verzapten Vollholz-Rahmenkonstruktion sowie Wandelementen aus Fichte-Nut- und Federbrettern. Wobei hier eine geringe Astlochmaserung von großem Nutzen ist. Eine extrem saubere Verarbeitung garantiert lange Lebensdauer, denn temperaturbedingt arbeitet das Holz einer Sauna sehr stark (Verformung, Risse, Fäulnis). Das Isoliermaterial soll aus Kork, Steinwolle oder Mineralfaser bestehen. Von Styropor ist abzuraten.
Eine Massivholzsauna garantiert bei guter Verarbeitung (Verleimung, Verzapfung, rostfreien Beschlägen, etc.) eine weitaus höhere Lebensdauer. Ideale Holzart ist die Hemlocktanne aufgrund ihrer geringen Verastung und niedirgen Verharzung (kostenintensiv). Als europäischer nachwachsender Rohstoff eignet sich die nordische Fichte.
Sitz- und Liegemöbel
Für Sitz- und Liegemöbel findet Weichholz (z.B. Pappel) Verwendung. Ihr Vorteil ist, daß sie die Wärme nicht weiterleiten und nahezu splitter- und harzfrei sind – bei hohen Temperaturen ein absolutes Muss. Das Einheizen / Erhitzen erfolgt entweder traditionell mit einem Holzofen oder modern mit einem Elektroofen bzw. Ölofen. Die darauf angebrachten Steine werden für Aufgüsse verwendet. Eine gute Be- und Entlüftung einer Saunakabine ist extrem notwendig.
Biosauna
Die Biosauna ist die perfekte Lösung (Mittler) zwischen klassischer Sauna und Dampfbad. Die Temperaturen liegen dabei zwischen 40°C und 65°C mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 50 %. In einer klassischen Holzsauna kann ohne weiteres die Funktion der Biosauna berücksichtigt werden. Allerdings ist eine grundsätzliche Entscheidung für diesen Saunatyp eher von Vorteil, da die Materialien dann ideal darauf abgestimmt werden können.
Biosauna – Lichttherapie
Ein Aufenthalt in einer Biosauna dauert ca. 20 Minuten und wirkt sich bei regelmäßiger Anwendung, z.B. bei Bluthochdruck regulierend (senkend) aus. Immer mehr öffentliche Thermen und Schwimmbadanlagen bieten regelmäßig diese Art der Sauna an. Dabei finden in der Biosauna neben Lichttherapie und Aufgüssen unterschiedlichste Anwendungen statt: Kräuterbad, Tropenbad, Soft-Dampfbad, Warmluftbad, etc.
Dampfbad
Selbst die alten Römer wussten bereits seine wohltuende Wirkung richtig zu schätzen! Das Dampfbad oder auch Römerbad (Caldarium) hat sich inzwischen bundesweit sehr etabliert. Bei einer angenehmen Temperatur zwischen 35°C und 55°C durchschnittlich erreicht eine Dampfkabine aus Keramik, Kunststoff, Holz oder Marmor zugleich nahezu 100 % Luftfeuchtigkeit.
Dampfbäder wirken entspannend und Körper regenerierend (Stoffwechsel). Die Kombination mit gesundheitsfördernden Extrakten per Dampfstöße – z.B. Eukalyptus bei Erkältungen – bestärkt die regelmäßige Anwendung von ca. 2 – 3 x wöchentlich je 15 Minuten.
Dampfbadkabinen, zumeist aus dampfundurchlässigem Aluminium (geruchsneutral, unbrennbar), für den häuslichen Bereich sind ähnlich Platz sparend wie Infrarotlichtkabinen oder können sogar als Einzeldampfbad in Größe einer Duschkabine bzw. als Kombination Dusche/Dampfbad eingebaut werden.
Bei der Inneneinrichtung empfiehlt sich spezielles Holz oder gängie Aluprofile sowie Kunststein für bequeme und temperierte Liege- oder Sitzmöbel. Wichtig ist zu beachten, daß eine ausgefeilte Technik durch mehrdüsige Dampfstöße und zirkulierende Belüftung für angenehmes Klima sorgt und Kondensatpfützen entgegenwirkt.
In Russland haben Holz-Dampfbäder – genannt Banja – noch heute große Tradition und sind vorwiegend als gesellige Herrenrunde bekannt. In der Türkei nennt das Dampfbad Hamam – gepaart mit einem Körperreinigungsritus, ähnlich eines Peeling.
Infrarotkabine
Infrarotkabinen, Infrarotsauna oder auch Infrarotwärmekabinen genannt, nehmen einen immer größer werdenden Stellenwert im Bereich Sauna ein, da sie durch niedrigere Erwärmung für den Körper weniger belastend wirken und den Kreislauf schonen. Der Alltag begegnet uns immer häufiger mit Hektik und Stress. Anforderungen am Arbeitsplatz steigen, Straßenverkehr, Lärm und Umweltbelastungen nehmen stetig zu. Da geraten Gesundheit und Wohlbefinden schnell aus dem Gleichgewicht. Überspanntheit, Nervosität, Erschöpfung können dann die Folgen sein, man fühlt sich einfach nicht mehr wohl in seiner Haut. Höchste Zeit, Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen und zu entspannen.
Strahlungswärme
Das Geheimnis dieser Wärmekabine ist wohltuende Strahlungswärme, die nicht erst über den aufwendigen Umweg erhitzter Raumluft zum Körper gelangt, sondern gleich direkt von der Strahlerquelle auf die Haut geht und den Körper u.a. zu deutlich höherer Schweißproduktion antreibt. Viele Schadstoffe werden hier gleich mit ausgeschwemmt, Haut und Mensch leben wieder auf. Je besser das Infrarotspektrum und die Strahleranordnung, umso intensiver und wirkungsvoller der Schwitzeffekt.
Gesundes Schwitzen
Abschalten, loslassen, auftanken – warum nicht direkt zu Hause und wann immer Sie wollen? Mit einer Infrarotwärmekabine bzw. Infrarot Sauna. Während Sie sitzen und einfach entspannen, absolviert Ihr Körper ein effektives Fitnessprogramm. Nach der Sitzung in der Infrarotkabine fühlen Sie sich erholt und voller Energie für neue Herausforderungen. Tiefenwärme bei relativ niedrigen Temperaturen von nur etwa 38 – 55° C in der Infrarotkabine sorgt nicht nur bei hitzeempfindlichen Menschen für Entspannung und lässt Sie kräftig schwitzen, ohne den Körper großer Belastung (Hitze/Dampf) auszusetzen.
Schwitzen und Bräunen
Eine Kombination aus Infrarotwärme und UV-Bestrahlung ermöglicht zwei Dinge innerhalb einer Kabine: Schwitzen und Bräunen! Eine Art Sauna-Solarium der Superlative – für das persönliche Wohlbefinden.
Infrarotkabinen sparen Geld!
Die richtige Infrarotkabine ist die Rundum-Relax-Lösung: Langes und teures Vorheizen wie bei der Sauna entfällt – ein extra Raum ist ebenfalls überflüssig. Praktisch überall hin passt z. B. die Infrarotkabine mit einer Grundfläche ab 0,81 qm. Sie sind aus edlem Rotzedernholz gefertigt und sorgfältig verarbeitet. Dadurch fügen sie sich in jedem Ambiente ein – ob im Badezimmer oder im Wohnbereich. Eine Sitzung von ca. 30 Minuten (nur ca. 15 Cent Stromkosten) reicht dank der optimalen Strahleranordnung aus. Eine normale Steckdose genügt.
Infrarotlicht (seit 1967 bekannt und angewandt) ist eine Tiefenwärmestrahlung, die den Körper mit Energie auflädt. Infrarotkabinen oder auch Infrarotwärmekabinen genannt, nehmen einen immer größer werdenden Stellenwert im Bereich Sauna ein, da sie durch niedrigere Erwärmung für den Körper weniger belastend wirken (Kreislauf schonend). Viele eingefleischte Saunagänger stehen dieser Art des Warmbadens/Körperreinigung sehr skeptisch gegenüber, Mehrfachnutzer wiederum schwärmen geradezu von der direkten Strahlenerwärmung, dem Sonnenlicht nachempfunden. Eine Kombination aus Sauna mit Infrarot-Flächenheizung ist bei bestimmten Krankheitssymptomen eine ausgesprochen wirkungsvolle Alternative.
Fakt ist, dass die Infrarotkabine/Infrarotwärmekabine – zumeist aus Massiv-Holz hergestellt – auf kleinstem Raum (ab ca. 1,5 qm) relativ kostengünstig zu integrieren ist. Die sanfte direkte Körpererwärmung erfolgt durch direkte Bestrahlung = Temperaturen durchschnittlich ca. 50°C.
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Infrarotstrahlen
Die homogene Strahlenverteilung (keine Punktstrahlung) in guten Kabinen schließt weitestgehend Elektro- und Magnetstrahlen aus (Norm bundesweit unter den EU-Grenzwerten).
Kurzwellige Infrarotstrahlen: Direkte Körperbestrahlung (80 %) vergleichbar mit der Sonne, wirkt in den tieferen Blutgefäßen, Körpertemperatur steigt auf ca. 38,5°C. Geminderte Umgebungserwärmung (20 %), daher Energie sparend.
Langwellige Infrarotstrahlen: Wirken bereits auf den obersten Hautschichten. Starke Erwärmung der Umgebungsluft, jedoch bei bestimmten Erkrankungssymptomen notwendig.
Energie: Die energiesparende Heizwärme (schnelle Aufheizung) kommt aus sog. Strahlern: Magnesium-, Flächen- oder Keramikstrahlern. Die Wärme beträgt bei trockener Luft zwischen 25°C und 80°C – je nach Belieben.
Wärme- u. Tiefenwirkung: Die Strahlen erzeugen im Körper – bei ca. 20 – 30 Minuten Wärmebad – eine Tiefenwirkung und sind vor allem durch Verspannungslösungen in der Physiotherapie sowie bei Erkältungskrankheiten bekannt geworden. Farblicht- sowie Aromatherapien sind ebenfalls innerhalb der Kabinen möglich.
Die Saunatechnik
Die Technik ist in jeder Kabine das sogenannte Herzstück. Sie setzt sich aus Steuerung, Heizung, Klimatisierung (Be- und Entlüftung), Beleuchtung und vielen weiteren Details zusammen. Modernste Elektronik ermöglichen hier ungeahnte Weiterentwicklung und futuristische Details.
Voraussetzung
Grundsätzliche Voraussetzung für den Einbau einer Saunaanlage ist eine elektrische Zuleitung (230/400V), ein pflegeleichter Fußbodenbelag (Estrich, Keramik, etc.) sowie bei Dampfbädern ein Wasserzu- und -ablauf.
Steuerung
Das wichtigste elektronische Detail einer gut funktionierenden Saunaanlage ist die Steuerung. Sie sorgt für optimales Wohlfühlen in allen Bereichen: Klima, Temperatur, Luftfeuchte, Zeit, Licht, Klang, Sicherheitskontakt, etc.
Eine einfache, übersichtliche Bedienungsführung ist für ein gutes Gerät maßgebend. Meist sind die Anlagen heute Computer gesteuert und mit unterschiedlichen Variationsmöglichkeiten programmiert. Bei einem evtl. Datenverlust kann die Datenrettung per vorherig angefertigter Sicherungskopie problemlos erfolgen – eine Neuaufspielung erzeugt dann den sofortig-gewohnten Istzustand. Die Anbringung des Steuergerätes erfolgt meist an der Außenseite der Kabine, eine kombinierte Regulierungsschaltung im Innenbereich ist daher sehr empfehlenswert. Die Superlösung hierzu ist eine bequeme Fernbedienung. Zur eigenen Sicherheit sollte die Steuerung jeder Kabine ca. 1 x jährlich durch einen Fachbetrieb kontrolliert und gewartet werden.
Einzelfunktionen
Per Steuerung wählen Sie die gewünschte Innentemperatur der Kabine aus. Der Temperaturfühler im oberen Deckenbereich überwacht diese Funktion und reguliert im Zweifelsfall nach. Ein eingebauter Sicherheitskontakt garantiert keine Raumüberhitzung. Eine Dampfregulierung erfolgt in gleicher technischer Ausführung wie die Temperaturregulierung.
Saunaofen
Der Saunaofen ist der zentrale Mittelpunkt und Wärmeerzeuger. Heutzutage wird meist ein energieeffizienter Elektroofen (Aufwärmzeit ca. 1 Std.) verwendet, in Gartensaunas allerdings wird Tradition durch einen urigen Holzofen zelebriert. Alternativen bieten sich durch Öl- oder Gasfeuerung zusätzlich, jedoch ist hierzu eine Kaminvorrichtung notwendig.
Die Kapazität des Ofens sollte pro Kubikmeter Raum auf ca. 1 Kilowatt kalkuliert werden. Bei größeren Anlagen relativiert sich die Berechnung. Die Installation sollte grundsätzlich durch den Fachmann erfolgen. Für die Verkleidung des Ofens können Sie aus den Materialien Holz, Keramik und Edelstahl wählen. Wichtig ist, dass die Strahlungswärme die Verkleidung nicht so stark erhitzt, so dass man sich keine Verbrennungen zuzieht. Der Standort ist meist an der Wand oder im Raummittelpunkt. Bei kleinen Kabinen ist ein Unterbankgerät die ideale Lösung. In der Mitte des Ofens befindet sich ein rostfreier Stahlbehälter zum Befüllen mit Saunasteinen für die späteren Aufgüsse. Die im Ofen verwendeten Heizstäbe sollten auswechselbar sein.
Die Infrarotkabinen werden durch Flächenstrahler beheizt für die im klassischen Fall eine Steckdose als Anschlussmöglichkeit ausreicht. Flächenstrahler können in der Kabine praktisch überall angebracht werden, eine Verbrennungsgefahr ist nahezu ausgeschlossen. Das Dampfbad wird ebenfalls durch den Zugang per Elektroanschluss über Verdampfer und Steuerung erhitzt.
Brandschutz
Häufigste Brandursache in Saunakabinen sind Gegenstände auf dem Ofen. Tipp: Montieren Sie ein Schutzgitter oder installieren Sie eine Kontaktabschaltung.
Klima
Für ein gutes Saunaklima ist eine optimale Be- und Entlüftung der Kabinen entscheidend. Feuchtigkeit und körperliche Ausdünstung belasten die Luft beim Saunabaden enorm. Hier ist ein wirkungsvoller Sauerstoffaustausch (mehrfacher Austausch – ca. 5 x – pro Stunde) für ein gesundes Wohlbefinden unerlässlich.
Lüftung
Die frische Luft (Sauerstoff) wird durch einen Kanal direkt zur Unterseite des Saunaofen zugeführt. Durch die Wärme des Ofens wird die Frischluft im Raum verteilt und verbraucht. Ein integrierter Abluftkanal per Klappregelung im untersten Fußbereich transportiert die verbrauchte Luft ständig regulierend nach außen. Empfehlenswert ist am Endpunkt ein Mauerdurchbruch bzw. Kaminabzug ins Freie. Infrarotkabinen und Dampfbadduschen werden meist durch Lüftungsschlitze im Türbereich luftreguliert.
Beleuchtung
Die ideale Saunabeleuchtung ist blendfrei und kann als Deckenstrahler (z.B. aus Keramik und Glas) oder Wandbeleuchtung (z.B. mit Holzspanverkleidung) bzw. in deren Kombination variiert werden. Bei der energieeffizienten Lampenauswahl wichtigste Kriterien sind Hitzebeständigkeit und Feuchtigkeitsresistenz. Effektbeleuchtung (z. B. Sternenhimmel, Diskolight, etc.) sind Zusatzeinrichtungen nach Geschmack. Generell ist jedoch die Saunabeleuchtung als entspannender Stimmungsfaktor bzw. als Farblichttherapie zu sehen, eine Dimmerregulierung ist dabei für alle Nutzer die perfekte Lösung:
- Schalttechnik per Tasterregelung
- Moderne elektronische Steuerung per Fernbedienung
Meist werden die Kabinen vom Hersteller bereits mit integrierter Grundbeleuchtung geliefert und montiert.
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Saunazubehör
Hierzu zählen Liegen, Matten, Kissen, Bürsten, Kellen und Zuber, Textilien, Uhren, Thermometer, Duft- und Aromastoffe, Aufgusssteine und noch vieles, vieles mehr. Ihre Individualität ist dabei ausschlaggebend. Sie bestimmen das Ambiente und die dazugehörigen Accessoires sowie Verbrauchsartikel.
Sitzen & Liegen
Das Mobiliar zum Saunieren besteht meist klassisch und temperaturbeständig aus weichem und langlebigem Naturholz. Dabei werden die Liege- und Sitzgelegenheiten in den meisten Fällen bereits fest in die Saunakabinen integriert/eingebaut und versprechen so optimalen Halt. Offene Systeme gewähren mehr Kreativität und Komfort, benötigen allerdings auch ein größeres Platzangebot:
Im Markt erhältlich sind z. B. ergonomisch geformte Sitz- und Liegemöbel mit mehrfachen Einstell-/Verstellmöglichkeiten – individuell auf die Körperbedürfnisse zugeschnitten. Entspannend und beruhigend wirken sogenannte Schaukelliegen – ebenfalls in ergonomischer Rückenausführung erhältlich.
Bei Dampfbädern findet pflegeleichtes Sanitäracryl (Kunststoff) oder Naturstein zusätzliche Verwendung. Hier ist oft eine gleichmäßige Wärmetemperatur durch integrierte Heizsysteme garantiert.
Zubehör
Einzelzubehör für bequemes Liegen oder Sitzen sind geformte Holzkissen bzw. Holzkeil, Lenden- bzw. Rückenstützen, Fußkeile, Knie- und Venenkeile, etc. Für mehr Bequemlichkeit sorgen inzwischen spezielle hitzebeständige Kunststoffkissen, Kokosmattenauflagen mit Frottierbezug und vieles mehr.
Für die Ruhephase zwischen den Saunagängen empfehlen sich bequeme und ausgesuchte Spezial-Ruhemöbel:
- Ruheliegen (z. B. aus Holz)
- Ruhekippliegen (z. B. aus Kunststoff – luftdurchlässig)
- Wärmebank
- Wärmeliege (anschließbar an Hausheizanlage oder elektrisch)
Saunatextilien
Saunatextilien sind aus den klassischen Naturstoffen Baumwolle und Leinen. Kunststofftextilien sollten aufgrund der hohen Temperaturen absolut gemieden werden (Schmelzgefahr)
Saunatextilien aus Frottier
- Sauna-Sitztuch bzw. Sauna-Liegetuch aus hygienischen Gründen, zum Ausbreiten auf der Sitzgelegenheit
- Saunalappen – Waschhandschuh
- Sauna-Kilt für Sie bzw. Sauna-Lendenschurz für Ihn – ideal mit Klettverschluß zum einfachen Gebrauch (Pestemal – der türkische Saunakilt, zumeist aus Leinen oder glatter Baumwolle sowie dekorativen Mustern)
- Sauna-Handtuch zum Schweiß bzw. Dampfwasser abtrocknen
- Bademantel
- Fußmatte
- Aufgusstuch aus starkem Frottier – zum Luftwedeln
Sonstiges
- Kräuterkissen/Kirschkernkissen mit Leinenbezug
- Baumwollkissen-Nackenrollen-Knierollen
- Massagegürtel
- Peelinghandschuh (Kese)
Accessoires
Wie in jeder Branche, bietet auch der Saunahandel unzählige Accessoires, deren Notwendigkeit äußerst kritisch zu bewerten sei. Unsere Empfehlung lautet hier – persönliche Bedürfnisse befriedigen – Nippes verbannen! Gerne stellen wir Ihnen hier einige, aus unserer Sicht sehr sinnvolle Accessoires vor:
- Saunauhr / Dampfbaduhr – zwecks genauer Zeiteinhaltung, alternativ eine Sanduhr
- Thermometer – Temperaturanzeige, evtl. auf verschiedenen Ebenen
- Hygrometer – Luftfeuchtigkeitsanzeige
- Handtuchhalter
- Spezielle Duftlampe
- Baderegeltafel für Besucher
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Saunasteine
Für die Sauna das wohl wichtigste Wärmespeicherdetail, auf dem Ofen anspruchsvoll drapiert (die kleinen Steine nach unten, die großen Steine nach oben) – die Saunasteine:
- Klassische – inzwischen runde (staubt und bröselt nicht, der Aufguss verteilt sich gleichmäßiger) Olivindiabas (Tiefengestein)
- Saunagranit
- Speckstein – Aufgrund des extremen Aufheizen der Steine von mehreren hundert Grad und des schockartigen Abkühlens durch Aufgüsse splittern diese leicht und sollten selbst im Privatbereich im Laufe von 1,5 bis 2,5 Jahren ausgetauscht werden.
- Speziell geformte Aufgusssteine mit einer Mulde für Aromen, Essenzen und Duftöle sind formschöne und praktische Hingucker.
Kelle & Zubehör
Am besten aus Holz (z. B. Lärche, Zubehör mit Kunststoffeinsatz) – ganz edel Olivenholz, Kupfer, Kunststoff oder Stahl. Zuber sind für Aufgüsse, als Waschschüssel oder Fußwarmbad erhältlich. Kellen sind mit unterschiedlich großen Schöpfern ausgestattet (z. B. große Wasserkelle, kleine Duftkelle, etc.)
Bürsten
Pflanzenbürste: Bekannteste Vertreter sind hier die Sisal-Massage- und -Pflegebürsten zur angenehmen Körperreinigung und Förderung der Durchblutung. Diese Bürsten können zusätzlich als Trockenbürsten zu jeder Zeit verwendet werden.
Tierhaarborsten: Hierfür findet Ziegenhaar (weich) für Gesichtsbürsten, Roßhaar für Haarbürsten (Kopfmassage) und Bodybürsten sowie Wildschwein für Massagebürsten (Körperpeeling) seine Anwendung.
Saunabürsten sind klassisch mit Holzgriff und für hohe Temperaturen bestens geeignet. Eine Holznoppenbürste ist für eine effektive Massage ebenfalls in jeder guten Bestückung vorhanden.
Reinigung
Gerade beim Saunieren ist eine wirkungsvolle Hygiene innerhalb der Kabinen von extremer Notwendigkeit. Für eine generelle Reinigung nach jedem Saunieren reicht ein feuchter (nicht nasser) Lappen zum großflächigen Säubern. Kalkablagerungen am Ofen und den Steinen sind mit Bürsten zu entfernen.
Spezielle Desinfektionsmittel für Sauna, Sanarium, Infrarotkabine oder Dampfbad aus dem Fachhandel finden in regelmäßigen Abständen optimale Anwendung. Achten Sie neben den exakten Anwendungsbestimmungen auf biologische Abbaubarkeit, wirksame Fett- und Bakterienentfernung, etc. Nach der Reinigung sollte jede Kabine gut durchgelüftet werden.
Magazin: Die besten Tipps rund ums Saunieren
Abwehrkräfte steigern durch richtiges Saunieren
Es ist bereits allgemein bekannt, dass Saunieren gesund hält, da es zur Abwehrsteigerung beiträgt. Regelmäßige Saunagänger werden seltener krank beziehungsweise können ihre grippalen Infekte besser bekämpfen. Studien zufolge liegt dies unter anderem an der besseren Durchblutung des Nasen-Rachen-Raumes.
Ausschlaggebend dafür ist jedoch das richtige Saunieren! Denn der gesundheitliche Effekt wird nicht durch das Schwitzen in der Sauna allein erzeugt, sondern erst durch die anschließende richtige Abkühlung erreicht.
Die richtige Abkühlung besteht darin, nach dem Saunagang zwei Minuten an die frische Luft zu gehen, um die Atemwege abzukühlen. Wichtig ist es, dabei die Muskeln in Bewegung zu halten. Anschließend geht es unter eine kurze Kaltwasserdusche (nicht lauwarm!) oder für 20 Sekunden ins eiskalte Tauchbecken. Beendet wird der Saunagang durch ein 40 Grad warmes Fußbad und einer Erholung auf der Liege im Ruhebereich. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist natürlich wichtig und selbstverständlich!
Saunieren während der Schwangerschaft?
Saunen belebt bekanntlich Körper, Geist und stärkt die Abwehrkräfte. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade Frauen während der Schwangerschaft den Wunsch nach dieser Entspannungsmethode hegen. Doch ist saunen in der Schwangerschaft genauso gesund wie für Frauen, welche sich nicht in anderen Umständen befinden? Die nachfolgenden Ausführungen sollen Informationen und Tipps zu diesem Thema geben.
Saunieren in der Schwangerschaft wird im Allgemeinen als empfehlenswert bewertet. Die Anregung der Durchblutung, ausgelöst durch den Wechsel von Wärme und Kälte, ist nur ein Vorteil, der in diesem Zusammenhang aufgeführt wird und vorbeugend gegen Krampfadern oder Thrombose wirken kann. Ebenfalls hilft regelmäßiges saunieren auch, dass sich eventuelle Wassereinlagerungen leichter abbauen. Es gibt Hinweise darauf, dass Frauen, die regelmäßig die Sauna besuchen, eine leichtere Geburt haben.
Wichtig ist allerdings, dass die Schwangere bereits eine regelmäßige Saunagängerin ist und ihre Reaktionen auf das Wechselspiel der Temperaturen einschätzen kann. Unerfahrene Frauen, die unbedingt während der Schwangerschaft mit dem Saunen beginnen möchten, sollten in jedem Fall ihren Arzt vorher um Rat bitten und in den ersten 8 Wochen auf die Sauna verzichten. Im Allgemeinen sollten die Saunagänge reduziert und auf zu starke Abkühlung nach dem Saunagang verzichtet werden. Das Abduschen mit dem Wasserschlauch ist eine gute Alternative, wobei zunächst Arme und Beine und darauf folgend Rücken und Bauch abgeduscht werden sollten.
Ebenfalls sollten schwangere Frauen erheblich mehr Flüssigkeit zu sich nehmen, als es sowieso schon empfohlen wird. Ratsam ist es, Saunen mit Temperaturen zwischen 50 und 60 Grad Celsius auszuwählen und auf allzu hohe Temperaturen zu verzichten.
Steht die Entbindung kurz bevor, so sollte in Bezug auf das Saunieren eine Pause eingelegt werden, denn es besteht die Gefahr, dass es aufgrund der Temperaturen und Gerüche zu vorzeitigen Wehen kommen kann. Abzuraten ist in jedem Fall dann, wenn es während der Schwangerschaft bereits zu Komplikationen gekommen ist und Infektionen wie zum Beispiel eine Pilzinfektion vorliegen. Bei jeglicher Unsicherheit muss in jedem Fall immer ein Arzt um Rat gefragt werden.
Angst um das Baby braucht die Schwangere nicht zu haben. Zwar herrschen in der Sauna hohe Temperaturen, allerdings sind die Innentemperaturen des Körpers ausschlaggebend. In diesem Zusammenhang sind erst Temperaturen ab 40 Grad Celsius als kritisch anzusehen und diese werden nach Aussagen von Fachärzten in der Sauna nicht erreicht, so dass eine Gefährdung für das Baby ausgeschlossen werden kann.
Abschließend lässt sich also feststellen, dass saunen in Maßen eine wertvolle Entspannungsmöglichkeit in der Schwangerschaft sein kann.
Saunabesuche im Sommer?
Saunabesuche sind auch im Sommer sehr gesundheitsfördernd und somit empfehlenswert. Wenn es draußen schwül und heiß ist, hilft die trockene Hitze der Sauna, den Kreislauf in Schwung zu halten
Saunabesuche sind auch im Sommer sehr gesundheitsfördernd und somit empfehlenswert. Wenn es draußen schwül und heiß ist, hilft die trockene Hitze der Sauna, den Kreislauf in Schwung zu halten. Wer im Sommer regelmäßig in die Sauna geht, wird erleben, dass der Körper deutlich besser mit den klimatischen Anforderungen umgehen kann. Durch einen stabilisierten Kreislauf müssen auch Sommerphänomene wie vermehrte Wasseransammlungen (anschwellende Beine) oder die Sommergrippe nicht sein.
Oftmals empfehlen Ärzte den Saunagang auch zur Vorbereitung für Reisen in tropische Länder. Denn wer saunagewöhnt in die Tropen reist, schwitzt weniger, verliert weniger Mineralstoffe und kann die Temperaturschwankungen viel besser und schneller ausgleichen. Durch das regelmäßige Herz- und Kreislauftraining in der Sauna kann der Körper dem befürchteten Elektrolytverlust entgegenwirken.
Dem Saunabesuch im Sommer steht auch Herzpatienten und Schwangeren nichts im Wege, sofern individuelle Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden. Schwitzen in der Sauna reinigt den Körper von innen und kann Ablagerungen ausschwemmen. Durch das regelmäßige Herztraining kann sogar einem schwachen Herzen wieder mehr Kraft verliehen werden. Schwangere, die bereits an die Sauna gewöhnt sind, können auch im Sommer die Sauna weiterhin besuchen. Nach dem Saunagang ist Ruhe erforderlich. Selbstverständlich muss in beiden Fällen vorher Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.
Besonders erfrischend nach dem Saunagang sind Kübelduschen oder gar ein Sprung in einen kühlenden Teich. Wer das Glück hat und am Teich oder See in die Sauna gehen kann, sollte allerdings nicht sofort in sportliche Betätigung übergehen, sondern sich ausreichend Ruhe gönnen. So kann der Saunabesuch auch im Sommer zum erholsamen Kurzurlaub werden. Abschließend ist natürlich noch darauf hinzuweisen, dass auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden muss.
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