Der Japanische Garten

Bild: © Dmitry Rukhlenko / stock.adobe.com

Der japanische Garten ist ein krasser Gegensatz zu den historischen europäischen Gärten und Parks. Letztere wirken elegant und symmetrisch, doch oft auch leblos und statisch. Japanische Gärten hingegen bilden mit ihren ungeordneten Formen reale Natur ab. Steine, Pflanzen und Bäume sind nicht nur pure Dekoration, sondern voller symbolischer Kraft. Auch der Wechsel der Jahreszeiten wird im japanischen Garten anders erlebt und dargestellt als im europäischen. Er ist ein sinnliches Erlebnis der besonderen Art, das auf seine Besucher eine geradezu magische Wirkung hat. Die Faszination japanischer Gärten hat auch Europa zahlreiche, schöne Anlagen in öffentlichen Parks und privaten Gärten beschert.

Japanische Gartenkunst

Die japanische Gartenkunst entwickelte sich über Jahrtausende. Früher waren Steine Gebetsstellen. Mit Kies bedeckte Stellen gab es bei Schreinen und Tempeln. Bis heute sind die gerechten Kiesflächen und Steine die wichtigsten Bausteine eines japanischen Gartens. Die Steine symbolisieren Berge, Inseln oder Wasserfälle. Auch die Astrologie spielt bei der Gestaltung eine Rolle und macht die Gestaltung eines Japanischen Gartens so spannend.

Auch sanfte Hügel oder Teiche gehören zum japanischen Garten. Sie stehen für da Prinzip von Yin und Yang, Kontrast und Ergänzung. Bäume und Sträucher schaffen Perspektive und Fernwirkung, indem unterschiedlich große oder gestutzte Bäume mit unterschiedlich großen Blättern in verschiedenen Farben geschickt angeordnet werden.

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Jahresverlauf im japanischen Garten

Der Lauf des Jahres ist besonders wichtig im japanischen Garten. Im Frühjahr und Sommer sind es blühende Pflanzen, im Herbst laubabwerfende Ahorne oder Ginkgos. Im Winter symbolisiert die rote Kamelienblüte Vergänglichkeit und die immergrüne Kiefer Ausdauer. Die Bäume haben ein natürliches Aussehen, allerdings wird dieses gern ähnlich der Bonsai-Technik durch Formierung künstlich nachgeahmt.

Der Nachbau von realer Landschaft als Natur, das ist das Konzept japanischer Gärten. Ob dies in einem Trockengarten oder in einem Park mit einem Teich oder einem Wasserlauf geschieht, ist unerheblich. Brücken, Wege, Mauern und Zäune werden integriert, um den Betrachter an den Garten heranzuführen und den Blick des Betrachters zu lenken. Wasserbecken, Steinlaternen, Pagoden und Pavillons dienen darüber hinaus neben ihrem eigentlichen Zweck in erster Linie als Schmuckelemete. Für Interessierte und „Selbstanleger: Beim Aufbau eines japanischen Gartens muss exakt auf die räumliche Anordnung von Felsen und Hügeln sowie auf die Feinheiten ihrer Oberflächen und Farben geachtet werden.