Undichte Fenster – mögliche Ursachen

Oft ist der Austausch undichter Fenster günstiger als eine Reparatur. Foto: © New Africa / stock adobe

Undichte Fenster können schnell zu einem großen Problem werden. Es zieht, die Heizkosten steigen, und die Wohnqualität leidet erheblich. Manchmal machen sich die Auswirkungen erst im Winter bemerkbar, wenn die kalte Luft spürbar durch die Ritzen hineinströmt. Dabei gibt es viele Gründe, warum die Fenster undicht werden – und nicht immer müssen sie direkt ausgetauscht werden.

In diesem Ratgeber stellen wir die häufigen Ursachen für undichte Fenster vor, geben Tipps, wie Sie diese erkennen, und zeigen, welche Lösungen es zur Abhilfe gibt.

Fenster undicht – häufige Ursachen

Undichte Fenster können verschiedene Ursachen haben. Wir stellen die verbreitetsten vor:

Probleme mit der Dichtung

Ein verbreiteter Grund für undichte Fenster sind beschädigte oder abgenutzte Dichtungen. Fensterdichtungen haben eine wichtige Aufgabe: Sie halten Wind, Feuchtigkeit und Kälte draußen. Mit der Zeit verhärtet sich das Material jedoch, und die Dichtungen werden spröde und porös – besonders wenn sie ständig intensiver Sonneneinstrahlung und/oder großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

Eine beschädigte Dichtung führt dazu, dass Luft und Feuchtigkeit ins Innere des Hauses gelangen, dadurch werden sowohl der Wohnkomfort als auch die Energieeffizienz deutlich beeinträchtigt. Allerdings lässt sich dieses Problem meist relativ einfach beheben, indem man die Dichtungen einfach austauscht.

Fenster beschädigt

Ein Riss im Glas, ein verzogener Rahmen oder ein defektes Scharnier sorgen dafür, dass das Fenster nicht mehr richtig schließt und dadurch undicht wird. Solche Schäden entstehen in der Regel durch äußere Einflüsse wie Stöße, das Altern des Materials oder fehlerhaftes Öffnen und Schließen.

In diesem Fall ist es wichtig, den Schaden zunächst genau zu analysieren. Ist nur ein kleiner Teil des Fensters betroffen, reicht oft eine Reparatur. Größere Schäden am Rahmen oder an der Scheibe hingegen erfordern einen kompletten Austausch des Fensters.

Fenster falsch eingebaut

Nicht nur das Material der Fenster selbst, sondern auch der Einbau spielt eine große Rolle für die Dichtigkeit. Wird ein Fenster nicht korrekt eingebaut, treten meist schon nach kurzer Zeit Probleme auf.

Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Fenster nicht richtig im Rahmen sitzt oder der Montageschaum nicht ganzflächig aufgebracht wurde. Falsch eingebaute Fenster schließen nicht richtig und lassen Luft durch, was besonders in den kalten Monaten unangenehm wird. Tipp: Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Fenster schlecht eingebaut wurden, sollten Sie dies von einem Fachmann, z. B. einem Fensterbauer, prüfen lassen.

Fenster müssen neu eingestellt werden

Oft sind undichte Fenster auch das Ergebnis von Verschleiß oder einer falschen Einstellung. Insbesondere bei älteren Fenstern kann es vorkommen, dass sich der Rahmen im Laufe der Zeit verzieht oder der Schließmechanismus nicht mehr perfekt funktioniert.

In solchen Fällen lässt sich das Fenster ggf. durch eine Justierung wieder abdichten. Ein Fachmann kann hier Abhilfe schaffen – eine kostengünstige und schnelle Lösung, wenn die Fenster an sich noch in gutem Zustand sind.

Was tun bei undichten Fenstern?

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Fenster undicht sind, sollten Sie zunächst die Ursache ermitteln. Testen Sie, ob es nur an bestimmten Stellen zieht oder ob das gesamte Fenster undicht ist. Hierfür können Sie z. B. eine Kerze oder ein Feuerzeug in die Nähe des Fensters halten. Flackert die Flamme, ist dies ein Anzeichen für Undichtigkeit bzw. Luftzug. Anschließend sollten Sie sich überlegen, welche Maßnahmen infrage kommen. Kleinere Probleme wie eine defekte Dichtung oder die Justierung lassen sich meist mit geringem Aufwand beheben.

Bei größeren Schäden, etwa am Glas oder am Rahmen, kann eine Reparatur zwar für einen kurzen Zeitraum helfen, langfristig ist ein Austausch aber meist sinnvoller. Auch wenn mehrere Fenster gleichzeitig undicht sind, stellt ein kompletter Austausch in der Regel die bessere Lösung dar. Dadurch sparen Sie nicht nur zukünftige Reparaturkosten, auch die Energiekosten lassen sich so deutlich senken.

Fenster reparieren oder austauschen?

Ob eine Reparatur oder der Austausch sinnvoller ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Handelt es sich um ein kleineres Problem wie eine undichte Dichtung oder einen verzogenen Rahmen, ist eine Reparatur meist ausreichend, sie ist kostengünstig und schnell erledigt.

Sind die Fenster jedoch älter als 20 Jahre und/oder es treten größere Probleme auf, dann lohnt es sich, über einen Austausch nachzudenken. Neue Fenster bieten nicht nur eine bessere Wärmedämmung, sondern auch verbesserten Lärmschutz und mehr Sicherheit. Bedenken Sie: Die einmalige Investition in moderne Fenster kann sich durch gesenkte Heizkosten und mehr Wohnkomfort schon nach relativ kurzer Zeit amortisieren.

Zudem gibt es für neue Fenster die Möglichkeit staatlicher Förderungen. In vielen Fällen werden der Austausch alter Fenster und damit verbundene energetische Sanierungsmaßnahmen durch Förderprogramme unterstützt – z. B. von der KfW. Dies senkt die Kosten für den Austausch erheblich.

Fazit

Undichte Fenster beeinträchtigen nicht nur den Wohnkomfort, sondern treiben auch die Heizkosten in die Höhe. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Einbaufehlern bis hin zu altersbedingten Verschleißerscheinungen. Teilweise lässt sich das Problem durch eine einfache Reparatur beheben, oft ist jedoch ein kompletter Fensteraustausch die sinnvollere Lösung.

Gerade bei älteren Fenstern oder größeren Schäden ist der Austausch langfristig durch geringere Heizkosten sogar günstiger. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie einen Fachmann Ihre Fenster begutachten und die Kosten für eine Reparatur oder den Austausch schätzen.